Oh Schreck - die Tant'

Ein turbulenter Schwank in 3 Akten von Hilde Eppensteiner

Oh Schreck, die Tant'  - Szenenbild Fast ist es eine ländliche Idylle auf dem Hof, den der junge, unglücklich verliebte Bauer Lorenz zusammen mit seinem Knecht Stani und der Magd Urschl bewirtschaftet; lediglich die kleinen Streitereien und Neckereien zwischen den beiden - die Urschl ist ganz verrückt nach dem Stani, aber der ist heiratsscheu und will sich einfach nicht einfangen lassen - sorgen für etwas Abwechslung.

Die Situation ändert sich aber schlagartig, als die verwitwete Rosa, die Tante des Bauern, unvermittelt und wie ein drohendes Gewitter auf dem Hof auftaucht und den bisher gemütlichen Alltag der drei empfindsam stört. Denn es stellt sich sehr schnell heraus, daß die resolute Tante nicht zu Besuch gekommen ist, im Gegenteil, sie will für immer dableiben und alles, aber auch wirklich alles umkrempeln. Zunächst einmal hält sie die Landwirtschaft für überholt, weil unrentabel; man muß doch mit der Zeit gehen. Der Stall soll abgerissen und dafür ein Hotel gebaut werden, mit Sporthalle, Tennisplatz und Schwimmbad auf der schönen Wiese und überhaupt meint sie es dem Lorenz doch nur gut. Und daß es die Urschl auf den Bauern abgesehen hat, um sich ins gemachte Bett zu legen und Bäuerin zu spielen, das hat sie sofort bemerkt, aber diese Absichten wird sie dieser Person rasch austreiben. Überhaupt die Küche: mitten unter der Woche schon reinen Bohnenkaffe zum Frühstück, was für eine Verschwendung.

Als aber die Tante ausgerechnet beim Stani ausprobieren will, ob sie immer noch so eine Anziehungskraft auf Männer hat, platzt der Urschl der Kragen: unter dem Motto "die Tant' muß weg!" zettelt sie einen heiteren Kampf mit dem Drachen an, unterstützt von Martina, des Bauern unglückliche Liebe, weil sie überhaupt kein Verständnis für dessen Leidenschaft aufbringt und ihn nicht eher heiraten will, bis er das Jagen aufgibt. Dabei spielen geheimnisvolle, jedoch eindeutige Brief eine wichtige Rolle. Ob es da wohl ein glückliches Ende geben kann? Schau ´n ma mal!