Der Ehestreik

Eine Dorfkomödie in drei Akten von Julius Pohl

Die Bauerninvasion - Szenenbild Die neue Kellnerin Hanni beim Bärenwirt, jung, hübsch und frech, sorgt für einigen Wirbel bei den Dorfbewohnerinnen, denn alle Männer laufen in Scharen dorthin. Nach Hause kommen sie zu später Stunde mit einem Mordsrausch und singen zu allem Überfluss auch noch "unanständige" Lieder. Dagegen rebellieren die Ehefrauen, denn diesem Unfug im Bären muss ein Ende gemacht werden, darin sind sie sich einig. Ein Schriftstück, das alle unterschreiben und das vom Bärenwirt die Entlassung dieser unverschämten Hanni fordert, bleibt ohne jede Wirkung.

Angeführt von der bigotten Bürgermeisterin treten sie in einen Streik und verriegeln die Schlafkammertüren, obwohl der Dorfpfarrer mahnt, ein Ehestreik sei unsittlich und sie an die ehelichen Pflichten erinnert. Doch allzu lange halten die Frauen nicht durch, die Streikfront beginnt zu bröckeln und eine nach der anderen bricht ihr Versprechen, denn die Männer denken gar nicht daran, vom Wirtshausbesuch abzulassen. Als sich auch noch herausstellt, dass eine der Streikenden die Situation ausgenutzt hat, um einen ausgesperrten Ehemann einzufangen, kommt es am Sonntag nach der Kirche mitten auf dem Marktplatz zum Eklat - in den Schlafkammern jedoch kehrt wieder der Frieden ein.